Was verdient ein Nachhilfelehrer in der Schweiz?
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Nachhilfelehrer unterstützen Kinder, Jugendliche und Erwachsene dabei, Lernlücken zu schliessen, Prüfungen zu bestehen und schwierige Themen besser zu verstehen. In der Schweiz ist diese Unterstützung sehr gefragt – von der Primarschule bis zur Matura, an Fachhochschulen und Universitäten.

Viele Schülerinnen und Schüler benötigen zusätzliche Hilfe, um sich auf Prüfungen vorzubereiten oder komplexe Inhalte aus Mathematik, Sprachen, Naturwissenschaften oder Informatik zu bewältigen. Auch Studierende und Berufstätige suchen Nachhilfe, etwa bei Statistik, Buchhaltung oder Fremdsprachen.

Der Beruf «Nachhilfelehrer» ist in der Schweiz nicht streng geregelt, dennoch erwarten Eltern und Lernende Qualität und Professionalität. Dieser Artikel zeigt, wie viel man als Nachhilfelehrer verdienen kann, welche Ausbildung sinnvoll ist, wie man gute Stundensätze erreicht und welche Karrierewege möglich sind. Am Ende finden sich zudem Hinweise, wie man den passenden Nachhilfelehrer auswählt.

Einkommen und Stundensätze: Wie viel verdient ein Nachhilfelehrer?

Die Verdienstmöglichkeiten hängen stark von der eigenen Ausbildung, der Erfahrung, dem Fachgebiet, der Region und der Frage ab, ob man angestellt oder selbständig tätig ist. Die Spannbreite reicht von einfachen Einsteigerlöhnen bis hin zu sehr gut bezahlten Spezialistenhonoraren. Für alle, die Nachhilfe suchen, bietet hier zum Beispiel Fokus Nachhilfe ein vielseitiges Angebot – natürlich auch ideal für alle, die Ihre Schüler:innen erreichen möchten!

Angestellt im Lernstudio: Stundensätze mit klarer Struktur

Wer in einem Lernstudio oder bei einer Nachhilfeorganisation angestellt ist, erhält in der Regel einen festen Lohn pro gehaltene Unterrichtsstunde. Typische Stundensätze bewegen sich hier ungefähr zwischen 25 und 45 Franken.

Der grosse Vorteil: Man muss sich nicht selbst um Werbung, Rechnungsstellung oder die Akquise von Schülern kümmern. Die Organisation übernimmt Planung, Administration und oft auch Unterrichtsmaterial. Der Nachteil: Der Lohn pro Stunde ist meist deutlich tiefer als bei privat organisierten Lektionen.

Selbständig & online: Höhere Stundensätze, mehr Verantwortung

Selbständige Nachhilfelehrer legen ihre Preise selbst fest. Je nach Fach, Niveau und Erfahrung liegen die Stundensätze oft zwischen 40 und 90 Franken – in anspruchsvollen Bereichen (z. B. Mathematik, Physik, Fremdsprachen auf hohem Niveau oder Informatik) sind auch höhere Honorare möglich, vor allem bei nachweisbarer Qualifikation.

Online-Nachhilfe wird immer beliebter. Hier bewegen sich die Preise meist im Bereich von etwa 30 bis 70 Franken pro Stunde. Der grosse Vorteil: Es fallen keine Wegzeiten an, und man kann Schüler in der ganzen Schweiz oder sogar im Ausland betreuen. Dafür muss man jedoch selbst für Technik, Marketing, Buchhaltung und eine professionelle Präsentation sorgen.

Besonders gut bezahlt sind spezialisierte Angebote, etwa gezielte Vorbereitung auf Gymiprüfungen, BMS- oder FMS-Aufnahmen, Matura- oder Uni-Prüfungen. Wer nachweisen kann, dass Lernende mit seiner Unterstützung Prüfungen bestehen und Noten verbessern, kann seine Stundensätze in der Regel leichter anheben.

Ausbildung, Spezialisierung & Profil: So steigerst du deinen Wert

Obwohl es keine gesetzliche Pflichtausbildung gibt, erwarten viele Eltern und Lernende, dass Nachhilfelehrer ihr Fach sicher beherrschen. Eine abgeschlossene Matura, eine Berufslehre, ein Studium oder ein Lehrdiplom schaffen Vertrauen und erleichtern den Einstieg. Sehr gefragt sind auch pädagogische Kompetenzen wie Geduld, klare Erklärungen und der sichere Umgang mit unterschiedlichen Lernniveaus.

Lehrdiplome von Pädagogischen Hochschulen oder Universitäten, Weiterbildungskurse in Didaktik, Lernpsychologie oder Erwachsenenbildung wirken besonders professionell. Ein Studium in Mathematik, Naturwissenschaften, Sprachen, Wirtschaft oder Informatik erhöht die Glaubwürdigkeit zusätzlich.

Sinnvolle Spezialisierungen sind zum Beispiel:

  • einzelne Fächer (z. B. nur Mathematik, nur Sprachen)
  • bestimmte Stufen (Primar, Sek, Gymnasium, Studium)
  • Prüfungsvorbereitung (Gymiprüfung, BMS, FMS, Matura, Uni-Prüfungen)
  • Lernstrategien und Lerncoaching
  • Arbeit mit Kindern mit ADHS, Autismus oder anderen besonderen Lernbedürfnissen.

Je klarer man definieren kann, wofür man Experte ist, desto einfacher ist es, höhere Preise zu verlangen und sich von der Konkurrenz abzuheben.

Professionelles Auftreten: So erreicht man bessere Stundensätze

Gute Stundensätze entstehen selten zufällig. Entscheidend ist ein professionelles Gesamtbild. Dazu gehört ein vollständiges und seriöses Profil – sei es auf einer Plattform, auf einer eigenen Website oder in sozialen Medien. Wichtig sind ein freundliches, authentisches Foto, eine klare Auflistung der Fächer, eine verständliche Beschreibung der eigenen Qualifikationen sowie transparente Preisangaben.

Wer zeigen kann, dass seine Schüler bessere Noten erzielen oder Prüfungen bestehen, schafft Vertrauen. Feedbacks, Bewertungen und Weiterempfehlungen spielen dabei eine grosse Rolle. Auch Paketangebote sind interessant: Zehnerkarten oder Lernpakete über mehrere Wochen bieten Schülern und Eltern Planungssicherheit und verbessern gleichzeitig den eigenen Gesamtertrag.

Viele Nachhilfelehrer kombinieren Präsenz- und Online-Unterricht. Dadurch reduzieren sie Fahrzeiten und gewinnen zusätzliche Kapazitäten für zahlende Lektionen. Eine gute Kommunikation mit Schülern und Eltern, verlässliche Vorbereitung und pünktlicher Unterricht sorgen ebenfalls dafür, dass man langfristig höhere Preise durchsetzen kann.

Karrierewege & den passenden Nachhilfelehrer finden

Als Nachhilfelehrer gibt es verschiedene berufliche Wege. Manche arbeiten ausschliesslich angestellt in Lernstudios oder an privaten Schulen. Andere bauen sich eine selbständige Tätigkeit auf und gewinnen nach und nach eine stabile Basis von Stammkunden. Wieder andere kombinieren beide Varianten, um ein sicheres Grund-Einkommen mit flexiblen Zusatzeinnahmen zu verbinden.

Mit der Zeit können erfahrene Nachhilfelehrer eigene Kurse entwickeln, Workshops anbieten oder ein kleines Lernstudio mit weiteren Lehrpersonen gründen. Da die Nachfrage nach qualifizierter Nachhilfe in der Schweiz konstant hoch ist, bieten sich langfristig interessante Entwicklungsmöglichkeiten.

Wer einen passenden Nachhilfelehrer sucht, sollte auf folgende Punkte achten:

  • Fachliche Kompetenz und verständliche Erklärungen
  • Geduld, freundlicher Umgang und klare Struktur im Unterricht
  • Transparente Ziele und regelmässige Rückmeldungen zum Lernfortschritt
  • Bewertungen oder Empfehlungen von anderen Lernenden
  • Persönliche Passung: Das Kind oder der Schüler soll sich wohl und ernst genommen fühlen.

Eine unverbindliche Probestunde zeigt meist sehr schnell, ob die Chemie stimmt und ob der Unterricht wirklich weiterhilft. Der Preis ist wichtig, aber letztlich entscheidend ist, ob Motivation und Lernfortschritt sichtbar sind – dann lohnt sich die Investition in gute Nachhilfe in der Regel mehrfach.